Der Pelikan

von August Strindberg
Der Pelikan

>> Die Hölle ist die Erde, das mit einer überlegenen Klugheit erbaute Gefängnis, wo ich nicht einen Schritt tun kann, ohne das Glück der anderen zu verletzen, und wo die anderen nicht glücklich werden können, ohne mir böses zuzufügen<<

August Strindberg

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>>Mich schaudert bei dem Gedanken was ich nicht weiß, aber ahne…<< – die Tochter

Kurz nach Vaters Tod fällt den beiden Geschwistern ein Brief des Verstorbenen in die Hände. In diesem wird die Mutter beschuldigt über Jahrzehnte die eigenen Kinder und Angestellten ausgebeutet und manipuliert zu haben, nur um selber über ihre Verhältnisse leben zu können. Die Kinder beginnen langsam aus ihrem Schlaf zu erwachen, die Dämmerung bricht herein. Licht dringt durch jahrelang behutsam aufgebautes Gemäuer.

Der Mythos der Pelikane

Als Symbol für Jesus Christus tauchen Pelikane immer wieder in der (früh)christlichen Geschichte auf. Der Legende nach öffnet sich der Pelikan mit dem Schnabel die eigene Brust, lässt sein Blut auf seine toten Jungen tropfen und holt sie so wieder ins Leben zurück. Dies wurde allegorisch in Bezug zum Opfertod Jesu Christi gesetzt, wodurch der Pelikan zu einem häufig verwendeten Motiv im Christentum wurde.

Die Grundlage für diese Vorstellung liefert möglicherweise die Tatsache, dass sich die Jungen des Pelikans ihr Futter tief aus dem Kehlsack der Eltern holen, was den Eindruck erweckt, sie würden sich an deren Brustfleisch nähren. Außerdem färbt sich beim Krauskopfpelikan während der Brutzeit der Kehlsack rot und erinnert an eine blutige Wunde.

(Quelle: Wikipedia)

Über den Autor

Für sein Stockholmer Intimes Theater schrieb Strindberg (1849-1912) im Frühjahr 1907 neben diesem Stück noch drei weitere kleine Dramen, die er in Anspielung an Max Reinhardts „Kammerspiele“ am Deutschen Theater Berlin, ebenfalls Kammerspiele nannte. Strindberg gilt als wichtigster schwedischer Dramatiker überhaupt. In der Hysterie seiner Figuren machte sich unterschwellig eine Ahnung des kommenden Weltkrieges bemerkbar.

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